Opened 7 years ago
Closed 5 years ago
#3375 closed Defekt (erledigt)
Scratch 3
| Reported by: | horn | Owned by: | netzwerk |
|---|---|---|---|
| Priority: | bald erledigen | Milestone: | Schuljahr 2019/20 |
| Component: | Ich kenne die passende Komponente nicht. | Severity: | beeinträchtigt den Unterricht einiger Lehrer |
| Keywords: | Cc: |
Description
Ich habe bei mir zu Hause soeben Scratch 3 runtergeladen. Geht das auch auf unserem System an der Schule. Bisher gab es ja nur die browserbasierte Beta.
lg
Change History (16)
comment:1 by , 7 years ago
comment:2 by , 7 years ago
Mit runtergeladen meine ich den offline editor von scratch. Mir ist das deshalb ein Anliegen, weil ich vermehrt Browserabstürze bei SuS habe und auch von Snap! nach ein paar Stunden nicht ganz sooo überzeugt bin. Es gibt ein paar Features da, bzw. die Absenz solcher, die mir missfällt. Mit Scratch 3 hab ich einfach die besten Erfahrungen gemacht und ich denke auch, dass es am wenigsten verbuggt ist.
comment:4 by , 7 years ago
Hab die Antwort auch bereits im FAQ gefunden:
"When will you have the Scratch app available for Linux?
The Scratch app is currently not supported on Linux. We are working with partners and the open-source community to determine if there is a way we can support Linux in the future. Stay tuned!"
comment:5 by , 7 years ago
Ich denke, Scratch ist ungeeignet für das Gymnasium. Die Plattform implementiert ein Social-Media-Paradigma, das wir an der Schule nicht unterstützen wollen. Wir wollen, dass sich unsere Schüler mit Programmierung beschäftigen, nicht damit, wie sie besonders „cool“, „hip“, „liked“ oder sonstwas sein können. Der ganze Versuch, Schulbildung mit Social Media zu verheiraten, ist meiner Sicht nach gescheitert.
comment:6 by , 7 years ago
Ich plädiere dafür, für die nächsten Jahrgänge Snap zu verwenden, und zwar offline.
comment:7 by , 7 years ago
Social Media gehört meiner Ansicht nach nicht an die Schule. Und das hat nichts mit Rückständigkeit zu tun. Es ist schlicht für die Bildung ungeeignet.
follow-up: 9 comment:8 by , 7 years ago
@kup: hast du mit Snap! schonmal unterrichtet?
Als der Entwickler uns das bei der SAP in Walldorf vorgesetllt hat, da habe ich schon einige Bauklötzchen gestaunt, was das aus der JavaScript-Engine des Browsers so alles rausholt! Vorteil von Snap!: Wir haben eine offline-Version bei uns auf dem Schul-Server sind also vollkommen unabhängig vom Internetzugang oder externen Servern.
comment:9 by , 7 years ago
Replying to bau:
@kup: hast du mit Snap! schonmal unterrichtet?
Nein, nicht. Doch der ganze Scratch-Lärm ist mir zuwider. Hier geht es nicht darum, sofort alles mit aller Welt zu teilen. Hier sollen die Schüler an unserer Schule Informatik lernen. Wozu brauchen sie dafür eine weltweite soziale Plattform?
Würde ein Deutschlehrer wollen, dass seine Schüler während seines Grammattikunterrichts ihre Sätze auf einer weltweit zugänglichen Plattform veröffentlichen müssen, bevor er als Lehrer darauf Zugriff hat? So macht es Scratch.
comment:10 by , 7 years ago
Soziale Medien sind ein Konzept der neunziger oder nuller Jahre. ich weiß nicht, ob die Kultusminister schon gemerkt habe, dass wir ein Jahrzent weiter sind.
follow-up: 13 comment:11 by , 7 years ago
Ich sehe das nicht so kategorisch. Man kann Social Media durchaus für Bildungsinhalte verwenden. Wie üblich kommt es darauf an, auf welche Weise man das steuert.
Natürlich ist auch die "digitale Schule", so wie sie in den Medien präsentiert wird, ein Irrglaube. Da wird behauptet, der Digitalpakt bestünde darin, dass die Schiefertafel durch eine digitale Tafel ersetzt würde. Das ist natürlich völliger Unfug. Digitale Medien werden so eingesetzt, wie sie das Lehren und Lernen sinnvoll flankieren können. Sie ergänzen das bestehende Medienportfolio auf plausible Weise und ersetzen es nicht zum Selbstzweck (natürlich verdrängen sie so etwas wie den OHP - zurecht!). Daher bleibt auch die Schiefertafel bestehen, weil sie ein bewährtes Medium ist, das Stärken hat, die man nicht so einfach ersetzen kann.
Aber genauso sehe ich das bei den Social Media auch. Sie sind nicht automatisch schlecht oder verhindern das Lernen, altmodisch sind sie schon mal gar nicht. Das lässt sich schon aufgrund der Tatsache belegen, dass die Nutzungskurve bei einer breiten Masse steil ansteigt und das seit Jahren. Der Vorteil bei Scratch ist im schlimmsten Fall, dass sich die guten SuS auf der Scratch-Plattform durchaus ihre Inspirationen abholen und sehen, was man dort alles leisten kann. Insofern ist der Netzwerkeffekt eigentlich ganz gut. Selbstredend gibt es dann Leute, die rumzocken oder Kommentare schreiben. In meinem Lehreraccount war das aber immer eher positiv, weil ich die Kontrolle hatte und dann niemand "rumgeschmiert" hat.
Und ich sehe bei Scratch 3 eigentlich nur das Problem, dass es nicht kompatibel ist. Bei einer Offline-Version müssten wir uns auch nicht mit dieser Frage beschäftigen. Denn beim Deutschunterricht stürzt auch nicht der Browser ab und der Schüler muss alles nochmal schreiben (Handschrift - wie altmodisch).
Snap! ist nicht schlecht, gar keine Frage. Ich würde Scratch 3 aber bevorzugen, nicht weil ich es cooler finde, sondern weil es einfach - nach meiner Erfahrung - besser läuft. Und wenn man kein Netzwerken will, dann kann man das auch abstellen. Natürlich geht auch Snap!, das ist immer noch besser als Scratch1.
LG
comment:12 by , 7 years ago
- Was genau "läuft besser" ?
- Wie funktioniert Online-Scratch mit vom Lehrer eingerichteten Accounts?
- Unsere Erfahrungen mit
- dem alten Online-Scratch 2
- auf den alten Rechnern
waren nicht ganz so positiv (Rechner zu langsam, Flashplayer stürzt ab)
- Nun ist Scratch 3 eine Neuentwicklung OHNE Flashplayer (HTML 5) und wir haben schnellere Rechner mit mehr Speicher.
- Snap! ist komplett JavaScript / HTML 5, das sah damals bei der FB recht stabil aus und konnte letztendlich aus Sicht der Informatik mehr (z.B. lambda :-) coool)
comment:13 by , 7 years ago
Replying to horn:
In meinem Lehreraccount war das aber immer eher positiv, weil ich die Kontrolle hatte und dann niemand "rumgeschmiert" hat.
Meine Erfahrung war nicht ganz so positiv, insbesondere finde ich es nicht akzeptabel, dass die Schüler ihre Projekte weltweit veröffentlichen müssen, bevor sie sie in die Klassengalerie einstellen können. Ein virtueller Klassenraum sollte erst einmal geschützt sein, so dass man Dateien dort austauschen kann, die nicht gleich alle Welt sehen soll.
Beim ersten Login des Schülers fragt Scratch zudem persönliche Daten ab, wie z.B. das Geburtsdatum. Ich habe meinen Schülern empfohlen, da Phantasiedaten einzugeben, weil ich nicht einsehe, wozu Scratch diese Information braucht.
Ich hatte insgesamt bei Scratch ein eher ungutes Gefühl.
comment:14 by , 7 years ago
Zuhause habe ich heute übrigens ein Schulbuch wiedergefunden, dass mir ein Verlag zugeschickt hatte: 7. Klasse Informatik mit LOGO in Python. Also all das, was im Scratch-Kurs auch gelernt werden soll(te): Bewegen der Turtle, Zeichnen auf dem Bildschirm, Programmiermethoden wie Schleifen, Verzweigungen und Unterprogramme. Ganz ohne buntes Beiwerk. Und die Schüler machen nebenbei schon mal Bekanntschaft mit Python (ganz simpel).
comment:15 by , 7 years ago
Eine Nachfrage zu diesem Thread:
Funktioniert die Online-Scratch-Version eigentlich?
Wenn dem so ist besteht keinerlei Notzwendigkeit, die Offline-Variante zu benutzen - mit Online-Scratch haben die SuS gleich ihre Programme auch zu Hause verfügbar.
comment:16 by , 5 years ago
| Resolution: | → erledigt |
|---|---|
| Status: | new → closed |
Was genau bedeutet: Heruntergeladen?
Bei Snap ist es einfach eine Ansammlung von Dateien, die dann komplett im Browser laufen.
Musstest du was installieren?