close Warning: Can't synchronize with repository "keplertools" (/srv/svn/keplertools does not appear to be a Subversion repository.). Look in the Trac log for more information.

Opened 12 years ago

Closed 11 years ago

Last modified 11 years ago

#1723 closed Defekt (im Image)

Render-Unterschiede Libreoffice Windows/Linux

Reported by: Rüdiger Kupper Owned by: Rüdiger Kupper
Priority: schnell erledigen Milestone: Image "Ambitionierter Albrecht"
Component: Ich kenne die passende Komponente nicht. Severity: beeinträchtigt den Unterricht einiger Lehrer
Keywords: Schulung Cc: mtz, jas, bau

Description (last modified by Rüdiger Kupper)

mtz schickt ein Dokument, das in Libreoffice unter Windows anders
gerendert wird als unter Libreoffice Linux. Siehe Anhang. Grund unbekannt.

Testen: Welche Schriften werden verwendet? Verschiedene Versionen von
Libreoffice (darf eigentlich kein Problem sein)?


Betreff: office-dokument
Datum: Tue, 09 Dec 2014 13:21:02 +0100
Von: mtz@…
An: Dr. Kupper Ruediger [L] <kup@…>

Lieber Rüdiger,

das angehängte Dokument, geschrieben mit OpenOffice / LibreOffice
unter Windows, hat es beim Öffnen unter Ubuntu teilweise verzogen.
Dies betrifft insbesondere die Skizzen.

Grüße
Falk


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by Rüdiger Kupper, 12 years ago

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comment:1 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Beobachtung: Beim Öffnen auf meinem Laptop (Linux) erscheinen die Beschriftungen der Widerstände nach rechts verschoben.

comment:2 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Description: modified (diff)

comment:3 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Cc: mtz added

Ursache dürfte wohl sein, dass die verwendete Schriftart "Cambria" unter Linux nicht existiert.
Cambria ist ein Microsoft-Produkt (siehe ​wikipediaDe:"Cambria_(Schriftart)"). Dass Dokumente mit diesen Schriften eben gerade nicht auf anderen Systemen richtig angezeigt werden gehört wohl zum Marketingkonzept von Microsoft.

Die Aussage "Linux hat das Dokument zerschossen" trifft's also nicht wirklich...

comment:4 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Zum Glück investieren Freiwillige erhebliche Zeit, um lizenzfreie Schriftarten mit den selben Maßen wie die proprietären Microsoft-Schriften zu erstellen. Diese können im Austausch zu den Microsoft-eigenen Schriften verwendet werden, ohne dass Lizenzgebühren anfallen.

  • Die lizenzfreien "Liberation"-Fonts sind maßgleich zu den von Microsoft patentierten Fonts "Times New Roman" und "Arial" (die ihrerseits nur schlechte Plagiate der professionellen Adobe-Fonts "Times" und "Helvetica" sind. Microsoft wollte sich aber die Lizenzgebühren an Adobe sparen und hat deshalb die ästhetisch unbefriedigenden Fonts "Arial" und "Times New Roman" geschaffen (und natürlich patentiert).)
  • Die lizenzfreien Fonts "Carlito" und "Caladea" sind maßgleich mit den von Microsoft patentierten Fonts "Calibri" und "Cambria".

Generell gilt:

  1. Willst Du austauschbare Dokumente, meide exotische Fonts! Und meide vor allem patentierte Fonts, denn sie sind ausdrücklich dazu gemacht, Dokumente zu zerstören (=nicht tauschbar zu machen).
  2. Man braucht genau zwei Fonts: Einen mit Serifen, für Fließtext, und einen serifenlosen, für isolierten Text. Hierfür eignen sich z.B. die lizenzfreien "Liberation" oder "Nimbus" Fonts. Oder, wenn man nicht davon lassen kann, "Arial" und "Times New Roman", für die es lizenzfreie Austauschfonts gibt, die automatisch ersetzt werden. Es gibt keinen erkennbaren Grund, andere Schriftarten zu verwenden.
  3. Kein Mensch braucht zwölfundneunzig Schriftarten, wie sie Microsoft liefert. Diese Schriftartenschwemme ist Teil des Marketingkonzepts von Microsoft: "Je mehr absurde Schriftarten wir mitliefern, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass irgend ein dummer User sie auch nutzt, und damit sind unsere Dokumente nicht mehr mit freier Software zu verarbeiten." Der dumme User wird natürlich die freie Software verantwortlich machen, nicht die arrogante Firma, die ihm absurde Schriftarten verkauft hat.

comment:5 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Eine generelle Empfehlung ist, sich an die Schriftarten zu halten, die Teil des PDF-Standards sind. D.h., Dokumente, die nur diese Schriftarten verwenden sind in allen PDF-Anwendungen darstellbar, und zwar ohne dass die betreffende Schriftart ins Dokument eingebettet werden muss. PDFs, die diese Schriftarten verwenden, sind daher erheblich kleiner als alle anderen.

Diese Schriftarten, die von der PDF-Expertengruppe zu den Standardschriftarten gezählt werden, sind:

  • Courier (in den Varianten Standard, fett, kursiv, fett-kursiv)
  • Helvetica (in den Varianten Standard, fett, kursiv, fett-kursiv)
  • Symbol
  • Times New Roman (in den Varianten Standard, fett, kursiv, fett-kursiv)
  • Zapf Dingbats

(Quelle: ​WikipediaDe:Portable_Document_Format#Standard-Schriftarten)

Courier
ist eine Schriftart, die von IBM entwickelt wurde, jedoch nie lizenziert wurde und daher lizenzfrei ist. Sie ist vermutlich die populärste Schriftart aller Zeiten, denn sie wurde mit praktisch allen mechanischen Schreibmaschinen mitgeliefert. (​wikipediaDe:"Courier_(Schriftart)")
Helvetica
ist die am weitesten verbreitete serifenlose Schriftart (​wikipediaDe:"Helvetica_(Schriftart)")

comment:6 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: → bleibt so
Status: new → closed

Sollten wir auf die Liste für die Kollegen-Fortbildung zum Thema Linux nehmen.

comment:7 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: bleibt so
Status: closed → reopened

Die entsprechenden Fonts gibt es als Paket:

  • fonts-crosextra-caladea
  • fonts-crosextra-carlito

-> installieren

comment:8 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Eine freie Alternative zu MS Office ist auch Freeoffice (​http://www.freeoffice.com/de/).

comment:9 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Cc: jas bau added
Milestone: Schuljahr 2014/15 → Linbo-Image (Trusty)
Owner: changed from netzwerk to Rüdiger Kupper
Status: reopened → accepted

in reply to:  7 ; comment:10 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: → erledigt
Status: accepted → closed

Replying to kup:

Die entsprechenden Fonts gibt es als Paket:

  • fonts-crosextra-caladea
  • fonts-crosextra-carlito

-> installieren

Erledigt.

comment:11 by bau, 12 years ago

Was soll das bringen - dann haben wir ein weiteres Office-Paket, welches nochmals anders funktioniert, als LibreOffice - das führt zu Verwirrung!

in reply to:  11 comment:12 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Replying to bau:

Was soll das bringen - dann haben wir ein weiteres Office-Paket, welches nochmals anders funktioniert, als LibreOffice - das führt zu Verwirrung!

Widerspricht auch der Ubuntu-Philosophie (jeweils genau eine Lösung für ein Problem). Die Empfehlung kam auf der linuxmuster-Liste als Alternative zu LO, falls man damit unzufrieden ist. Freeoffice behauptet, 100% M$-kompatibel zu sein...

in reply to:  10 ; comment:13 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: erledigt
Status: closed → reopened

Replying to kup:

Replying to kup:

Die entsprechenden Fonts gibt es als Paket:

  • fonts-crosextra-caladea
  • fonts-crosextra-carlito

-> installieren

Erledigt.

Hä? Pakete sind auf den LML-Clients nicht installiert, was hab ich da getrieben?

in reply to:  13 comment:14 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: → erledigt
Status: reopened → closed

Replying to kup:

Hä? Pakete sind auf den LML-Clients nicht installiert, was hab ich da getrieben?

Ah, zum Glück, ich war doch nicht umnachtet -- der Rechner in der NwT war einfach seit zwei WOchen nicht gesynct (da ohne Strom, siehe ticket:1794).

comment:15 by Rüdiger Kupper, 12 years ago

Resolution: erledigt
Status: closed → reopened

Argh, die Saga ist noch nicht vorbei: Es gibt noch weitere neue Microsoft-Fonts, die mit Vista eingeführt wurden. Insgesamt:

  • Calibri, Cambria, Consolas, Corbel und Constantia

Nur für die beiden ersten gibt es freie Ersatzfonts von Google, die auch als Ubuntu-Pakete vorliegen (sind bei uns inzwischen installiert).
Für die restlichen drei gibt es (noch) keinen Ersatz. Man kann die Fonts allerdings aus dem Microsoft Powerpoint Viewer extrahieren und dann installieren -- die Lizenz sagt aber, dass man diese dann nur zum Ansehen und Ausdrucken von Microsoft-Dokumenten verwenden darf. Man darf mit ihnen also keine neuen Dokumente erstellen.

Frage: Wie stehen wir dazu? Schüler und Kollegen werden sicher Dokumente produzieren, in denen diese Fonts vorkommen (abgewöhnen kann man ihnen ads sicher nicht). Und die sehen dann "zerschossen" aus, wenn sie sie auf unseren Linuxrechnern öffnen. Soll ich die Fonts also installieren? Wir können ja die Nutzer darauf hinweisen, dass sie diese Fonts nur ansehen und ausdrucken dürfen.

comment:16 by jas, 11 years ago

Wie hoch ist das Risiko, hier rechtlich belangt zu werden?
Ich würde den Schülern einfach bei den Methodentagen die Schriftart vorgeben... und wenn die Präsi dann aufgrund der verwendeten Fonts zerschossen ist, haben sie was gelernt... Ist nur zu offen, dass das dann bei der Abschlussbesprechung auch reflektiert wird...
Ticket also schließen?

comment:17 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Replying to jas:

Wie hoch ist das Risiko, hier rechtlich belangt zu werden?

Ungefähr null.

Ich würde den Schülern einfach bei den Methodentagen die Schriftart vorgeben... und wenn die Präsi dann aufgrund der verwendeten Fonts zerschossen ist, haben sie was gelernt...

Ich fürchte, nein. Die allermeisten Schüler (und Kollegen) akzeptieren diese Erklärung nicht. Sie beharren auf: "Libreoffice hat mein Dokument zerschossen." (Oder eher noch: "Libreoffice zerschießt immer die Dokumente"). Denn in MS Office geht's ja, das ist der "Beweis".

Man stelle sich mal vor, jemand füllt statt Diesel Benzin in sein Auto und sagt dann, das Auto sei schuld, dass es jetzt kaputt ist. Beweis: Es gibt ja andere Autos, die damit super fahren ;-).

Ticket also schließen?

Vielleicht komme ich mal dazu, die Schriftarten zu installieren...

comment:18 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Replying to jas:

Wie hoch ist das Risiko, hier rechtlich belangt zu werden?

Ungefähr null.

Ich würde den Schülern einfach bei den Methodentagen die Schriftart vorgeben... und wenn die Präsi dann aufgrund der verwendeten Fonts zerschossen ist, haben sie was gelernt...

Ich fürchte, nein. Die allermeisten Schüler (und Kollegen) akzeptieren diese Erklärung nicht. Sie beharren auf: "Libreoffice hat mein Dokument zerschossen." (Oder eher noch: "Libreoffice zerschießt immer die Dokumente"). Denn in MS Office geht's ja, das ist der "Beweis".

Man stelle sich mal vor, jemand füllt statt Diesel Benzin in sein Auto und sagt dann, das Auto sei schuld, dass es jetzt kaputt ist. Beweis: Es gibt ja andere Autos, die damit super fahren ;-).

Ticket also schließen?

Vielleicht komme ich mal dazu, die Schriftarten zu installieren...

comment:19 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Priority: normal → hoch
Status: reopened → accepted

Todo: Microsoft-Schriften extrahieren und installieren wie in comment:15 beschrieben.

comment:20 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Milestone: Umstellung Clients Linuxmusterlösung/Linux → Image "Ambitionierter Albrecht"

comment:22 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Resolution: → im Image
Status: accepted → closed

Erledigt. Im neuen Image sind jetzt die Microsoft-Cleartype-Schriften (Vista) installiert:
Constantia, Corbel, Calibri, Cambria, Candara, Consolas

comment:23 by Rüdiger Kupper, 11 years ago

Keywords: Schulung added
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